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Haben Sie sich schon einmal mit der Frage, ob Ihre Mitarbeiter gern für Sie arbeiten, auseinandergesetzt? Nein? Dann könnte es sinnvoll sein, genau jetzt darüber nachzudenken. Immerhin steht es Ihren Arbeitnehmern frei, sich für ein anderes Unternehmen zu entscheiden.
In einer Zeit, in der es so vielen Menschen nicht nur darum geht, möglichst viel Geld zu verdienen, werden die Rahmenbedingungen im Job immer wichtiger. Oder anders: Wer sich in seiner Anstellung wohlfühlt, kann sich in der Regel auch eher mit „seiner Marke“ identifizieren und bleibt ihr dementsprechend meist länger treu.
Hinzu kommt, dass der aktuelle Fachkräftemangel viele Unternehmen vor besondere Herausforderungen stellt. Es kann somit nicht schaden, zu versuchen, gute Mitarbeiter zu halten. Und genau das gelingt am besten, wenn diese zufrieden sind. Die folgenden Abschnitte gehen ein wenig genauer auf die Bedeutung und die Messung der Mitarbeiterzufriedenheit ein. Gleichzeitig liefern sie einige wertvolle Tipps, die letztendlich dabei helfen können, einer hohen Fluktuation vorzubeugen.
Diese Bedeutung hat Mitarbeiterzufriedenheit für Ihren Erfolg
Mitarbeiter, die zufrieden sind, sind ihrem Job gegenüber positiv eingestellt. Und obwohl es natürlich Ausnahmen gibt und es absolut vertretbar ist, sich vielleicht nicht auf jeden Montag zu freuen: Eine durchschnittlich hohe Mitarbeiterzufriedenheit schafft eine hervorragende Basis für effektives Arbeiten.
Als Faustregel gilt: Passen die Erwartungen der Mitarbeiter an den „perfekten Job“ und die tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort zusammen, steigt der Zufriedenheitsfaktor.
Wenn Sie sich vorgenommen haben, an der Mitarbeiterzufriedenheit in Ihrem Unternehmen zu arbeiten, gibt es viele wichtige Faktoren. Im ersten Schritt sollten Sie sich von der Vorstellung verabschieden, dass ein hohes Gehalt ausreicht, um dieses Ziel zu erreichen. Klar: Gerade in den ersten Monaten kann es erfüllend sein, sich auf finanzielle Weise wertgeschätzt zu fühlen und sich nach der Auszahlung des Gehalts etwas zu gönnen. Doch was passiert danach? Arbeitnehmer, die sich über fehlende Wertschätzung und eine schlechte Arbeitsatmosphäre ärgern müssen, schauen sich früher oder später nach einem neuen Job um.
Umgekehrt gilt: Unternehmen, die die enorme Bedeutung von zufriedenen Mitarbeitern nicht unterschätzen, haben die Chance, ihren Unternehmenserfolg in vielerlei Hinsicht positiv zu beeinflussen. Die folgenden Abschnitte liefern gleich drei Beispiele dafür, wie sich Mitarbeiterzufriedenheit auf den Erfolg auswirken kann – sowohl intern als auch extern.
- Motivierte Mitarbeiter
Wer motiviert ist und sich für seine Arbeit begeistern kann, ist meist dazu in der Lage, effektiver zu arbeiten. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass besagte Motivation dazu führt, dass einige Mitarbeiter dazu bereit sind, neue Aufgaben (und somit neue Herausforderungen) anzunehmen. Hieraus ergeben sich zusätzliche Vorteile, die sich in einem einfacheren Delegieren von Aufgaben widerspiegeln. Motivierte Mitarbeiter sind daher unter anderem auch „praktisch“, wenn es darum geht, die Führungsebene zu entlasten.
- Eine niedrigere Fluktuation
Unternehmen, die ihre Mitarbeiter möglichst bei sich halten möchten, können ebenfalls gut beraten sein, sich in regelmässigen Abständen mit der Zufriedenheit im Team auseinanderzusetzen. Oder anders: Warum sollten Arbeitnehmer, die sich in ihrem Job wohlfühlen, wechseln wollen?
Eine vergleichsweise niedrige Fluktuation kann Arbeitgebern sogar dabei helfen, bares Geld zu sparen. Immerhin bedeutet ein fester Mitarbeiterstamm, dass die Kosten, die im Zusammenhang mit Schulungen und Neueinstellungen entstehen können, ebenfalls sinken.
- Produktiveres Arbeiten
Die Kombination aus Erfahrung, Kompetenz und Motivation kann zu guter Letzt auch die Produktivität eines Menschen positiv beeinflussen. Egal, ob bewusst oder unbewusst: Wer sich mit einem Unternehmen verbunden fühlt, setzt es sich häufig zum Ziel, dieses optimal zu unterstützen. Und genau das kann sich in der Qualität der jeweiligen Endergebnisse zeigen. Immerhin geht es hier nicht darum, „irgendetwas abzuarbeiten“, sondern vielmehr darum, das betreffende Unternehmen bestmöglich zu unterstützen.
So messen Sie die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiter
Sie möchten mehr über die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiter erfahren und fragen sich, wie Sie Mitarbeiterzufriedenheit messen können? Auf der Suche nach den passenden Antworten können Sie sich für die direkte und indirekte Methode entscheiden.
Die direkte Messung der Mitarbeiterzufriedenheit
Eine Mitarbeiterbefragung hilft Ihnen dabei, wichtige Infos über die Zufriedenheit innerhalb der Belegschaft zu sammeln – zumindest dann, wenn Sie die richtigen Fragen stellen.
Diese sollten eher offen gestellt werden, so dass die Mitarbeiter nicht mit „ja“ oder „nein“ antworten können, sondern sich gezielt mit Themen, wie Verbesserungswünschen und Problemen, auseinandersetzen müssen. Zudem ist es natürlich sinnvoll, Mitarbeiterbefragungen nicht ausschliesslich zum Aufzählen negativer Aspekte zu nutzen. Eventuell haben die Befragten das Bedürfnis, aufzuzählen, welche Details ihres Arbeitsalltags sie als besonders ansprechend empfinden.
Um sicherzustellen, dass am Ende ein aussagekräftiges und fundiertes Gesamtergebnis steht, ist es wichtig, allen Mitarbeitern dieselben Fragen zu stellen. Wer in manchen Bereichen Zeit sparen möchte, kann auf Einteilungen zwischen 1 und 10 setzen. Hier haben die Mitarbeiter die Chance, ganz einfach anzukreuzen, ob eine Aussage „voll und ganz“ („10“) oder „überhaupt nicht“ („1“) zutrifft.
Die indirekte Messung der Mitarbeiterzufriedenheit
Hin und wieder lohnt es sich, die Zufriedenheit der Mitarbeiter auf indirekte Art zu messen. Die Basis für diese Messungen stellen besondere Kennzahlen dar. Diese können aufzeigen, ob die Stimmung in einem Team zum Beispiel gerade eher positiv oder eher negativ ist. Im Gegensatz zur direkten Messung braucht es hier keine Aktivität vonseiten der Belegschaft. Stattdessen gilt es, die folgenden Daten etwas näher in den Fokus zu rücken:
- Die Anzahl der Fehltage
Vorweg: Eine hohe Anzahl an Fehltagen muss nicht zwangsläufig mit einer niedrigen Mitarbeiterzufriedenheit zusammenhängen. Dennoch ist es natürlich möglich, dass sich Arbeitnehmer öfter krank melden, wenn sie sich in ihrem Job nicht mehr wohlfühlen. Vor allem dann, wenn die Anzahl der Krankmeldungen stark ansteigt, gilt es, genauer hinzuschauen.
- Eine Kündigungswelle (oder eine generell hohe Fluktuation)
Mitarbeiter, die sich nicht mehr mit ihrem Unternehmen verbunden fühlen und ein besseres Angebot erhalten, entscheiden sich oft für die Kündigung. Steigt die Fluktuation, kann dies auf Unzufriedenheit innerhalb des Teams hindeuten.
- Mehr Fehler/ unkonzentriertes Arbeiten
Fehler häufen sich? Mitarbeiter wirken unkonzentriert? Genau das kann an einer mangelnden Motivation und weniger Begeisterung für den Job liegen und dementsprechend in enger Verbindung zur Mitarbeiterzufriedenheit stehen.