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Ergonomie am Arbeitsplatz: Gesundes Umfeld für Mitarbeiter

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Inhaltsverzeichnis

Die Arbeitswelt verändert sich. Nicht nur in Hinblick auf den Wunsch nach mehr zeitlicher Flexibilität oder sinnvollen Tätigkeitsinhalten. Sondern auch bezüglich der zunehmenden Nutzung digitaler Technologien. Doch so effizient moderne Computer einerseits sind, können sie auf lange Sicht die physische und psychische Gesundheit Ihrer Mitarbeiter beeinträchtigen. Zumindest all derer, die tagein, tagaus über Stunden vor den grossen Displays sitzen. Als Arbeitgeber haben Sie es in der Hand, dieses Risiko auf ein Minimum zu beschränken. Dazu müssen Sie nicht etwa Veränderungen an den Jobanforderungen der betroffenen Beschäftigten vornehmen. Sondern können einfach für eine maximale Ergonomie am Arbeitsplatz sorgen. 

Wir informieren Sie über alles Wissenswerte rund um das hilfreiche Tool zur Förderung der Mitarbeitergesundheit. Wir sagen Ihnen, weshalb Sie dem Thema unbedingt Beachtung schenken sollten und was Schweizer Richtlinien zu Ergonomie am Arbeitsplatz beinhalten. Zudem erhalten Sie Tipps zur Etablierung effektiver Massnahmen in Ihrem Betrieb sowie zu Aspekten, die dabei Ihre Aufmerksamkeit verdienen.

Warum ist Ergonomie am Arbeitsplatz wichtig?

Beginnen wir damit, was sich genau hinter einer Ergonomie am Arbeitsplatz verbirgt. Der Begriff setzt sich aus den altgriechischen Vokabeln „ergon“ für „Arbeit“ und „nomos“ für „Regel“ zusammen. Geprägt im 19. Jahrhundert, handelt es sich bei ihm um die Gesetzmässigkeit von Arbeit.  Anders ausgedrückt steht er für das Ziel, möglichst optimale Arbeitsbedingungen zum Erhalt der seelischen und körperlichen Gesundheit zu schaffen. 

Abgesehen von physischen Arbeiten wie im Handwerk oder Gastronomiebetrieb führt heutzutage ein Grossteil aller Beschäftigten seine tägliche Arbeit sitzend aus. Und in all diesen Fällen spielt Ergonomie am Arbeitsplatz branchen- und grössenübergreifend eine zentrale Rolle. Denn neben den einzelnen Tätigkeitsinhalten und der allgemeinen Betriebsatmosphäre zählt die Arbeitsorganisation zu den drei Säulen der Mitarbeitergesundheit. Und unter sie fallen auch ergonomische Aspekte. Ihre Bedeutung erkennen Sie nicht zuletzt an den detaillierten Richtlinien der Schweizer Gesetzgebung. Doch nicht nur aus diesem Grunde sollten Sie sich dem Thema baldmöglichst widmen. Denn fehlende Ergonomie am Arbeitsplatz kann sich am Ende negativ auf Ihren wirtschaftlichen Erfolg auswirken. 

Sind die Arbeitsplätze Ihrer einzelnen Mitarbeiter unzureichend ausgestattet, kann dies Unzufriedenheiten innerhalb Ihrer Belegschaft hervorrufen. Dabei können zahlreiche Aspekte auf vielfältige Weise zu gesundheitlichen Problemen unter Ihren Mitarbeitern führen. Zu ihnen zählen

  • nicht an die Körpergrösse anpassbare Bürostühle
  • unzureichende Beleuchtungen
  • inkorrekte Höheneinstellungen des Schreibtischs
  • imperfekte Entfernungen zum Bildschirm 

Langfristige physische Folgen umfassen Rückenschmerzen, Nackenverspannungen oder Sehprobleme. In psychischer Hinsicht begünstigen unergonomische Arbeitsplätze Stressfaktoren und können im Extremfall zu Burnouts führen. Zugleich leiden Kreativität und Konzentrationsfähigkeit Ihrer Mitarbeitenden. 

Im Umkehrschluss heisst dies für Sie, dass ein ergonomischer Arbeitsplatz 

  • krankheitsbedingte Fehltage drastisch reduziert
  • die Motivation Ihrer Belegschaft ansteigen lässt
  • die Anzahl an Kündigungen auf ein Minimum beschränkt

Als Resultat steigt die Produktivität Ihrer Mitarbeitenden – und damit die Wirtschaftlichkeit Ihres Betriebs. Und verbreitet sich aufgrund Ihrer ergonomischen Massnahmen Ihr Ruf als mitarbeiterfreundlicher Arbeitgeber, wecken Sie das Interesse junger Experten. Ein unbezahlbarer Pluspunkt in Zeiten des Fachkräftemangels. 

Darüber hinaus widmet sich auch der Schweizer Gesetzgeber dem Thema Ergonomie am Arbeitsplatz. So finden Sie in Verordnung 3 zu Artikel 24 Arbeitsgesetz Detailinformationen zu besonderen Anforderungen von Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz. Die umfangreichen Paragrafen enthalten unter anderem Mindestanforderungen zu freien Flächen oder Sitzabständen zum Desktop-PC. Hier können Sie im Detail nachlesen, welche Fläche Sie einem Mitarbeiter zur Verfügung stellen oder welche Entfernung er zum PC einhalten sollte.  Von uns erhalten Sie zunächst einen allgemeinen Überblick zur Umsetzung effizienter Massnahmen für mehr Ergonomie am Arbeitsplatz.

Die wichtigsten ergonomischen Massnahmen im Büro

Einer aktuell fehlenden Ergonomie am Arbeitsplatz können Sie mit einigen einfachen Massnahmen effektiv begegnen. Zwar hängt die genaue Umsetzung auch von den spezifischen Bedürfnissen Ihrer Belegschaft und Ihren vorhandenen Betriebsstrukturen ab. Doch einige pauschale Tipps lassen sich auch auf Ihr Unternehmen anwenden und als hilfreiche Basis zur Implementierung ergonomischer Arbeitsplätze nutzen.

  • Verspannten Muskeln und schmerzenden Gelenken können Sie ideal durch die Verwendung von Stehschreibtischen vorbeugen. Alternativ helfen höhenverstellbare, drehbare Bürostühle mit individuell anpassbarer Rückenlehne für Ergonomie am Bildschirmarbeitsplatz. Denn nicht selten resultieren Haltungsschäden auch aus einem falschen Abstand zum Computer
  • Grundsätzlich gilt die Ergonomie am Bildschirmarbeitsplatz unter den genannten Massnahmen als besonders wichtig. Hier verhindern auch spezielle Tastaturmodelle und ergonomische Mäuse schmerzende Handgelenke
  • Mit grünen Topfpflanzen verbessern Sie nicht nur die Raumluft. Blumentöpfe tragen auch zur Beruhigung und damit zum Stressabbau der Büroinsassen bei
  • Lassen Sie möglichst viel natürliches Sonnenlicht in die Arbeitsräume Ihrer Mitarbeiter. Achten Sie bei künstlichen Lichtquellen auf eine zwar helle, aber dennoch nicht zu grelle Beleuchtung
  • Selbst im Winter sollten Sie die Büros Ihrer Mitarbeitenden nicht zu sehr heizen. Frische Luft hingegen beugt Ermüdungserscheinungen vor. 20-22° Celsius gelten als ideale Raumtemperatur, die optimale Luftfeuchtigkeit liegt bei 40 bis 60 Prozent 
  • Ermuntern Sie Ihre Beschäftigten zu kurzen Bewegungspausen. Streck- und Dehnübungen auf dem Bürostuhl oder ein paar Schritte auf dem Gang fördern die Durchblutung und erhalten die Konzentrationsfähigkeit

Dies sind nur einige Massnahmen für einen ergonomischen Arbeitsplatz. Weitere Aspekte betreffen beispielsweise ausreichend Lärmschutz, ruhige Rückzugsorte, gesundes Kantinenessen oder strukturierte Arbeitsplätze. 

Tipps zur Förderung einer ergonomischen Unternehmenskultur

Mit der Förderung einer ergonomischen Betriebskultur senden Sie eine deutliche Botschaft an Ihre Belegschaft. Ihre Mitarbeitenden erkennen, dass Ihnen ihr gesundheitliches Wohl am Herzen liegt. Mit den folgenden Tipps können Sie die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeitenden noch weiter steigern:

  • Lassen Sie von Experten Leitlinien für eine gesunde Körperhaltung am Arbeitsplatz erstellen. Platzieren Sie diese an einem gut sichtbaren Standort
  • Das Gleiche gilt für hilfreiche gymnastische Übungen, für die Sie Ihren Mitarbeitenden offiziell kurze Pausen gewähren können 
  • Stellen Sie Ihre Massnahmen zur Ergonomie am Arbeitsplatz zur Diskussion. Bitten Sie Ihre Belegschaft um Verbesserungsvorschläge und Wünsche für ihre jeweiligen Arbeitsbereiche
  • Schulen Sie Ihre Bereichsleiter rund um das Thema Ergonomie am Arbeitsplatz. So können diese innerhalb ihrer Abteilungen mit dem korrekten Wissen individuellen Bedürfnissen entsprechen  
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Von Dennis Todesco

Marketing Manager

Dennis Todesco ist unser Meister der Gelassenheit, die Ruhe selbst, der Denker. So teilt er selten viel über sich und ist stets ein interessierter Zuhörer. Aber die Stille ist nur der halbe Dennis. In seinem Inneren brodelt seine Leidenschaft für Rennsport und Downhillfahren. Auch ist der ruhige Enthusiast ausgestattet mit scharfem Verstand, mit einem Master in Businessadministration und unaufhaltsamer Begeisterung und Einsatzbereitschaft für seine Arbeit. Wenn er etwas beginnt, kommt Gutes dabei heraus.

Autor von 93 Artikeln
Dennis Todesco